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Konfliktzunder Klimawandel

Als besonders gefährlich könnten sich die Folgen des Klimawandels in der Arktis erweisen. Zwar verbesserten sich dadurch die Möglichkeiten der Rohstoffausbeutung, doch gleichzeitig könne die Arktis selbst “Schauplatz internationaler Konflikte über die Kontrolle von Schifffahrtsrouten und den Zugang zu Rohstoffen” werden. Selbst gut gemeinte Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Bekämpfung der Erderwärmung könnten das Sicherheitsrisiko erhöhen – wenn sie nicht wirklich durchdacht seien, wie beispielsweise Geoengineering-Projekte.
ZEIT ONLINE: G-7-Staaten halten Klimawandel für Sicherheitsgefahr

Ähnliches bald in der Verwerfung, entweder im Herbst oder im nächsten Jahr.

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Für das Aushalten von Komplexität

Wir glauben nicht, dass man Komplexität auflösen oder beschwichtigen kann, zähmen vielleicht durch Reduktion, dadurch, dass man Knoten zerhaut. Wir glauben, dass Komplexität lebbar werden muss, denn es wird schwerlich eine Welt geben (wenn wir von Katastrophen verschont sind), die weniger komplex ist als die, in der wir leben. Wir glauben sogar, dass es eine Aufgabe von Literatur, von Kunst ist – man kann auch sagen: von Intellektuellen – aufzuzeigen, wie Komplexität eben nicht erschreckend und gefährdend, sondern im Gegenteil belebend sein kann.

Wahre, wichtige Worte über Literatur von Katharina Hacker in ihrer Keynote-Lecture bei E:PUBLISH in Berlin über Fiktion und die Zukunft des Buches. Und dann vergleiche man mit Jan Eggers’ Enthüllung des Geheimnisses von social media … Also wo ist der Ort für (gedankliche) Komplexität im Netz? Das ist die Frage.

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Den Commercial Realism von innen heraus überwinden

Und da ist dieses Buch erschienen, das ziemlich Wind gemacht hat vor zwei Jahren von James Wood, Die Kunst des Erzählens oder Schreibens, glaube ich, How Fiction works . Da ist das alles, diese Machartsfragen, wirklich sehr toll nochmal ausgeführt für die amerikanische und englischsprachige Welt. Da gibt es diesen wunderbaren Begriff vom Commercial Realism , in den die narrativen Standards des 19. Jahrhunderts heute übergegangen sind. Und da dachte ich, ja, das ist es doch: diese Kombination aus Tradition und Trash, aufgeladen mit meiner theoretizistischen Idiosynkrasie. Und das war dann auch wieder so eine klassische Pop-Idee, dass man sagt, der Roman soll nicht mit irgendwelchen äußerlichen theaterhaften Gesten experimentell sein, sondern innerlich. Und das Pophafte wäre, nach außen hin ist es super simpel; aber im Inneren, heimlich: formal experimentell. Das geht dann nur furchtbar langsam beim Schreiben.
Rainald Goetz im Gespräch Über “Joahnn Holtrop” mit Ijoma Mangold und Moritz von Uslar: Wut ist Energie – ZEIT.DE

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Die Verrechnung der Welt

Warum empfinde ich bei solchen Nachrichten nur ein solches Unbehagen? Die Berechnung und Verrechnung der Welt wird sowieso immer nur mehr schlecht als recht funktionieren. Aber sie wird uns eine Menge Geld und Nerven kosten. Und ein paar interessante Auswertungen werden wohl schon anfallen, die wieder nur denjenigen in die Hände spielen, die jetzt schon mit ihren Zukunftsprognosen das Heute umfassend zu steuern versuchen.

Simulation der Zukunft – Telepolis

Das Projekt, das Helbing vorstellt, geht an die Grenzen dessen, was in den kommenden zehn Jahren möglich sein wird. Die Forscher wollen alle Spuren, die die Menschen im digitalen Raum hinterlassen, zusammenführen: Wen sie anrufen, wo sie surfen, wohin sie gehen, was sie posten, kommentieren, bloggen, kaufen – eben den ganzen digitalen Smog, den die Leute Tag für Tag produzieren. Diesen Teil von FuturICT nennen die Forscher das “Planetary Nervous System” (PNS): Ein Echtzeitmodell der globalen Gesellschaft, das rechtzeitig Alarm schlägt, wenn die Tweets, Einkäufe, Suchanfragen etc. darauf hindeuten, dass sich eine Krise zusammenbraut – sei es eine Immobilienblase, eine Grippewille oder eine Revolte.

Und als Ergänzung in Bezug auf’s Wetter:

Deutscher Wetterdienst bestellt bei Cray Supercomputer für 17 Millionen Euro – ZDNet

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