NORLANDO – zweite Fortsetzung

Seit heute ist die zweite Fortsetzung des Anfang Mai gestarteten Buch-im-Netz-Projekts

Norlando oder Die Queste zum Unicode

online; und zwar mit den Geschehnissen des Juli und August, zu lesen/lektorieren ab dem Kapitel jul-aug.doc.

Für diejenigen, die gerne mitten in einer Geschichte einsteigen, verlinke ich auf das “Wasbishergeschah” des Ersten Teils. Hier, was im Zweiten Teil bereits und nun außerdem noch passierte:

In der ersten Hälfte des zweiten Teils erfuhren wir, wie Roland den Zusammenhang zwischen dem Zettel und seiner literarischen Spurensuche herstellt, dabei immer wieder Zeitgeschich­te hereinspielt und ihm neue Verdächtigungen liefert. Was Karl der Große und die Katharer für eine Rolle spielen und wie mysteriöse Geheimbünde Roland an den Kragen wollen. Wie er ihnen mithilfe des Hotelportiers Raoul und zweier jüdischer Buchhändler entkommen kann und entdeckt, dass seine Gegner hinter jener Schrift her sind, die am Ursprung seiner literarischen Stafette steht; die Liste der Verschwörer enthält nun schon eine Menge Lektüreempfehlungen.
In der zweiten Hälfte des zweiten Teils lesen wir nun, wie jemand weiterhin verschwunden bleibt, jemand anderes Roland sei­ne Aufzeichnungen entwendet, sich Verfolgungsjagden und unverhoffte amoröse Abenteuer anschließen, sowie von verpatzten Wagneraufführungen. Schlußendlich verrät uns ein Stadtstreicherchor beinahe alles über die Verschwörung.

Hier die ersten Zeilen, wie es weitergeht:

“[Das erste Viertel dieser Datei ist verstümmelt. Die Lücken sind entsprechend mit /…/ gekennzeichnet worden. Über die Ursachen gibt Roland später selbst Auskunft. Ersatzweise hat er einige wenige Passagen nachträglich hinzugefügt und mit einer entsprechenden Kennung versehen.]

Die Wohnung lebt. Pulsiert im Rhythmus der Maschinen. Wieder fünf Minuten verronnen: Der Kühlschrank sprang an – mit Wehklagen über die vergebliche Mühe, von seiner Bindung an die Steckdose loszukommen. Der Abfluss in der Spüle antwortete nach zehn Minuten, stieß überschüssige Luft auf, in satter Zufriedenheit mit seinem Job als Allesverschlucker. Die Birne der Schreibtischlampe sah das ganz anders: Noch bevor der Kühlschrank zu Stöhnen anfing, war sie bemüht, älter als die beiden anderen zusammen, sich selbst ihr Ende zu bereiten – das Halogenchen flackerte brutzelte sirrte vor bloßer Willensanstrengung, zu verlöschen. Die Gnade ist ihr nicht vergönnt, weiterhin muss sie ihr induziertes Lächeln herzeigen.

Souffliert von den Stimmen des Zuhauses pinselt man wie einst Rudi Dutschke ins Tagebuch. 18. Februar 1963 – erster Eintrag für Urischka, so behaupten die Quellen. Sie hat einen anderen erhört, da hat er begonnen, die Möglichkeiten und Tatsachen seines Lebenslaufs festzuhalten. Urischka. Wer war Urischka? Die Witwe hat das Tagebuch nicht zum Druck freigegeben. »Sie bewegen sich auf ein Ziel zu, das Sie auf keinen Fall erreichen dürfen …«”

Wer mehr über das Wiesoweshalbwarum erfahren möchte, lese die Informationen zur Public Beta bzw. diesen ersten Zwischenbericht.

Das nächste Update erfolgt übrigens bereits am 07.09. Denn ab jetzt wird bis Silvester jedes Unterkapitel für sich veröffentlicht – beinahe in Echtzeit!

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht
Lars Popp