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18. Oktober. Bin aufgespürt. Immerhin: eine Gnadenfrist, sich freizuspielen. Die Sterne dafür aber, sie stehen schlecht.
Man kam also vom letzten Einsatz nach Hause – hier saß schon der Mann im Trenchcoat auf dem Sofa, vor ihm Muhammadmusa II. aufgeklappt auf dem Tisch, der Bildschirm strahlte ihm unters Kinn. Er klopfte eine Pfeife über meinem Frühstücksgeschirr aus; Colombo:
› Wieder im Lande? Mutig mein Freund.
› Hatte früher mit Ihnen gerechnet.
Locker aus der Hüfte schießen.
› Ich bin ungern aufdringlich, so er ohne Ironie.
› Wo, lachte man so was wie auf, › sind Laurel und Stan?
› Warten unten im Wagen.
Colombo deutete mit der leeren Pfeife erst hinter sich, anschließend auf Muhammadmusa. Aber ich sogleich:
› Sie haben es also gefunden. Ihr Oliver-Double war ja nicht sehr subtil.
Er legte den Kopf schief und kniff die Lippen zusammen:
› Manchmal muss man einem Kind seinen Ball wegnehmen, damit es wieder in Spiellaune gerät. Ich hab es mir bereits angesehen. Nett, wirklich. Roland – ich darf dich doch duzen – langsam scheinst du zu verstehen.
› Allmählich dämmerts, schloß ich endlich die Tür.
› Du machst Fortschritte.
Genug palavert. Nähergetreten.
› Mit welcher Seite mache ich hier Geschäfte?
Colombo legte ohne zu zögern sein Knie ein Stück frei. Auf einem käsigen aber dunkel behaarten Stück Haut in der Nähe des Knöchels prangte es:

Ein zorniges Haus aus Buchstaben: M. U(umgedreht).H.
› Die Muspelheim-Technokraten!
› Mit der Macht kann nur etwas machen, wer sie hat.
› Mikrowellenlaser zum Beispiel.
› Du machst dir keine Vorstellung, was wir noch alles draufhaben.
Ich wage es, mich zu ihm zu setzen, noch immer in meiner Jacke.
› Dafür die Prognosenjagd? Nur für den Vorsprung?
Er fegte einzwei Fussel von der Stelle seines Mantels, wo dieser über das Bein gefaltet lag.
› Irgendwer muss die Kontrolle über Fortschritt und Wachstum sichern: Quantifizieren, analysieren, optimieren! So stellen wir sicher, dass es allen immer besser geht und immer mehr Wünsche erfüllt werden können.
Während ich tat, als würde ich seine Worte Ernst nehmen, zog ich die Jacke aus und warf sie über die Lehne nahebei. Dann meine argumentative Attacke:
› Jedoch denkt ihr zu kurz, wenn ihr glaubt, Fortschritt und Wachstum seien dasselbe. Und seitdem ihr uns Normalos euren personalisierten Computer, nun auch noch das Netz zur Verfügung gestellt habt, entdeckt ihr darin euer Grab. Weil wir damit überraschend abzuweichen und aufzuholen begannen, stimmt’s? Die Zeit vergeht euch zu langsam. Das Jahr 2001 ist da, das Technohimmelreich aber noch immer nicht niedergekommen; dafür blöderweise eure new-economy-Lawine ins Tal abgegangen.
Man schob den Oberkörper etwas vor, ihm entgegen.
› Ich soll euch die ganz alten Tricks ausgraben helfen. Weil eure Mustererkennungen und Verhaltensvorhersagen, eure Datenaggregatoren Scans Verwertungsmaschinenn einfach nicht rund laufen wollen? –
› Wenn du meinst, ließ er einen ins Leere laufen. Also mein Nachsatz:
› Oder ist der totale Neustart das Ziel, unser aller Rekonfiguration in einen homo perfectus generator? Wie lautet der Plan, Colombo? Wofür die Runen?
› Ich kenne nur meinen Auftrag, zuckte er mit den Schultern.
› Und sind vermutlich völlig zufrieden mit dem, was Sie nicht wissen, sprang man mit niegekannter Verve auf und begann dozierend vor ihm auf- und abzulaufen. › Lassen Sie mich ein wenig spekulieren über das Kommende. Szenario I: Radikale Sparprogramme bei weiterer Öffnung der Armutsschere. Autobomben explodieren zugleich in der Regent Street, auf dem Kurfürstendammund den Champs-Élysées. Hunderte von Bürgern sterben beim Einkaufsbummel, Tausende werden verletzt. Die Attentate sind das Werk einer terroristischen Organisation, die die Verbrauchergleichheit zwischen Ost- und Westeuropa einfordert. Der Westen soll abgeben, der Osten marktwirtschaftlich aufgerüstet werden. Die Ironie des Geschehens besteht im westeuropäischen Trend, der mit Produktboykott, Sabotagen und massenhafter Wahlenthaltung das ganze System sowieso an den Rand des Kollapses führt; von den Staatspleiten gar nicht zu reden. Nun droht die Eskalation: Frankreich und Deutschland erzwingen auf einer Sondersitzung des EU-Rats die Entsendung von Bodentruppen in das Krisengebiet. Noch bevor die Aktion sich als europäisches Vietnam erweist, kommt es zu Revolten auf dem halben Kontinent. Auf die Straße gehen die einen wegen des Terrors, die anderen wegen des Krieges gegen den Terror, die dritten wegen der Abbauprogramme, die beide verschleiern. Den Menschen in Übersee ergeht es nicht anders. Ein zweiter Bürgerkrieg wird von linken Brigaden angezettelt, die allerdings auf den Gebrauch von Waffengewalt lieber verzichten wollen, weil die Waffenlobby Ausdruck rechter Abhängigkeitsideologie sei. Sie setzen auf Psychoterror: Mitarbeiter schießen Fotos ihrer Chefs in fleischlicher Umarmung mit ihren Praktikantinnen und veröffentlichen diese im Netz oder schicken sie gleich an die Familien. Die angespuckte Elite kontert schnell und hart. Der Widerstand wird in den Straßen New Yorks zusammengeschossen. Während jedoch in Amerika das Pentagon Ruhe und Ordnung garantiert und so eine neue Militärdiktatur entsteht, droht Europa die Anarchie. Demokratische Parlamente stehen in Flammen, darunter der Reichstag – die Abgeordneten fliehen ins türkische Exil. Die Schweiz erklärt sich bereit zur Aufnahme von Europa-Flüchtlingen. Oberhalb bestimmter Einkommensgrenzen.
› Eher pragmatisch, hob Colombo eine Braue, durchaus verschmitzt beobachtend, wie ich vor ihm meine Kreise zog.
Nochmal Luft geholt:
› Szenario II: Sanfte Reform des Wohlfahrtsstaates. UNO-Agenda für Steuern auf Kapital und internationale Finanztransaktionen, Energieverschwendung und Umweltschäden durchgesetzt. Entlastung des Faktors Arbeit. Den Durstkrieg abgewendet aufgrund neuer Möglichkeiten der Ressourcenerschließung, nicht zuletzt wegen der Mitnahmeeffekte im Aufschwung, den der Durchbruch des Wasserstoffmotors weltweit induziert. Der Westen verliert in Folge seine Abhängigkeit von den Ölstaaten. Das Projekt Israel wird aufgegeben, die Juden wieder in jene Staaten reintegriert, die sie einst loshaben wollten. Überall in der islamischen Welt – aus ökonomischem Druck wie aus Dankbarkeit für Neu-Palästina – Erstarken der Demokratisierungsbewegungen. Erste zaghafte Versuche der Trennung von Kirche und Staat im Iran. Europa gibt sich derweil selbst eine Verfassung und probiert kommunliberalistische Ideen: Jedem Bürger wird das Recht zugesichert, mehrere Arbeitsjahre gemeinnützigen Tätigkeiten widmen zu dürfen. Die Türkei ist dreißigstes Mitglied. Der Dollar verliert an Vertrauen, als sich Amerika in eine Serie diplomatischer Konflikte mit dem Rivalen China begibt. Europa steigt als Vermittler in das Triumvirat der Kontinente mit internationalem Führungsanspruch auf. Die Amerikaner kontern mit bismarckschen Reformen, um im globalisierten Wohlfahrtsboom wettbewerbsfähig bleiben zu können. Als der letzte Thronfolger der Windsors ohne Nachkommen stirbt – die Spermienqualität der Familie befand sich schon länger auf dem absteigenden Ast –, wird mit ihm auch die Monarchie beerdigt. Die Staatsreform verschafft Nordirland die Unabhängigkeit und der Wissenschaft neue Impulse. Nachdem die Versprechungen der Gentechnik sich allesamt als unhaltbar erwiesen hatten, gelingt es einer großen Yoga-Inititative, den Couchpotatoes wieder zu besserem Ejakulat zu verhelfen. Die Kirche unter der Führung der Päpstin Johanna II., »die zweite Frau Jutte« genannt, umarmt willig das Wunder aus dem Osten und kann sich sogar mit Verhütung anfreunden; die geburtsstarken Jahrgänge bescheren ihr massenhaft Zulauf. Die Renten sind sicher, die falsche Bevölkerungspyramide kippt, immer mehr Alte nehmen sich aus Solidarität mit fünfundsiebzig unter ärztlicher Aufsicht das Leben. Erfüllung des sozialdemokratischen Traums. Nur in Russland alles beim Alten.
Colombo, schon länger skeptischen Blicks, winkte ab.
› Utopien sind aus der Mode.
› Das will mir einer erzählen, echauffierte man sich, › der nichts kennt als seinen Auftrag!
› Die Frage ist mein Freund, blieb Colombo noch immer ungerührt sitzen, › wer in den Szenarien profitiert?
› Ihre Ahnungslosigkeit hat einen Grund, baute man sich auf den Couchtisch gestützt vor ihm auf. › Andernfalls nämlich könnte die Zukunft, die ihrselbsterfüllend zu prophezeien versucht, nicht mehr eintreten! Futuristische Unschärferelation! Was ich Ihnen eben erzählte,tat ich im Sinne Nifls, ihrem ewiggestrigen Gegner, von dem Sie doch nicht loskommen können. Sie können nicht wissen, was Sie tun wollen, weil Nifl jedes Wissen zum Nichtwissen macht. So wie Muspel jede Untat zur Tat. Ohne Wissen kann Muspel niemals zur Tat schreiten, ohne Tat kann Nifl nichts wissen – deshalb bewegt ihr euch nie von der Stelle.
Nun kniff Colombo doch einmal die Brauen zusammen.
› Ich mag es nicht an fremden Horizonten entlang zu spazieren. Kommen wir auf das hier zurück!
Ein Fingerzeig auf Muhammadmusa II.
› Es ist eine Permutation, eine Umprogrammierung!
Das Aufbrausen offenbarte erst recht die Verzweiflung.
› Dachtest du, das würde nicht in den Plan passen?
› Eine rhetorische Frage!, erschrak ich.
› Natürlich wärst du auf den Trichter gekommen, den Nürnberger meine ich, nickte seltsam väterlich Colombo, › wenn du der kombinatorischen Maschinenpoetik weiter gefolgt wärst. Etwa von Oswald Wiener: Die Verbesserung von Mitteleuropa oder O. K. Kremers Neinia. Denkversuche ausgehend. Und dann weiter über Novalis: Fragmente und Studien zu Gottlob Wilhelm Burmann: Etwas, nebst einem Anhang zu Quirinus Kuhlmann: Kircheriana de arte magna sciendi, seu combinatoria zu Athanasius Kircher: Polygraphia nova et universalis ex combinatoria arte detecta zu Johann Joachim Bechers unveröffentlichtem: Character pro notitia linguarum universaliszu Georg Philipp Harsdörffers Poetischem Trichter bzw. seinem Anhang über »proteische Gedichte«, den er den Deliciae physico-mathematicae seines Landsmanns Daniel Schwenter beigab.
Eine Pause trat ein. Und Colombo dann weiter:
› Aber eigentlich spielt das alles keine Rolle.
› Sarolle riet mir dazu, alles zu fälschen, lieferte man Idiot sie ans Messer.
› Sieglinde! Natürlich hat sie das.
Das wäre dann so in etwa die Stelle, an der man schriebe, das Herz schlüge einem bis zum Hals.
› Wieso bei euch jetzt Sieglinde?, hielt man sich am Sofa fest. Ich dachte, Nifl hätte Sibylle in seiner Gewalt.
› Nicht mehr.
› Bringen Sie mich zu Ihr!
› Träum’ weiter, keckerte Colombo.
› Lassen Sie sie frei und ich gebe Ihnen die Wahrheit.
Zu spät, man hatte es gesagt. Colombo indes drückte sich abwehrend in die Kissen.
› Uninteressant. Nur eine Frage der Perspektive, der Definition. Wir verlangen keine Korrekturen.
› Ist Sie –
› Was du nur redest!, zischte er ungehalten. –Sie lebt und du weißt, warum!
Ich: lippenknuspern, wieder hinsetzen. Colombo: schnaufte zermürbt.
› Ich nehme alles zurück: Du bist unterwegs. Aber noch lange nicht am Horizont angelangt.
› Sparen Sie sich die Metapher.
› Es ist noch nicht abgeschlossen.
› Ihr besitzt die Runenrolle doch längst!, so man jetzt einigermaßen hysterisch. › Ihr treibt ein Spiel, oder nein: die Kopie Nachahmung Fälschung, funktioniert sie nicht mehr? Hat ja einige Jährchen auf dem Buckel. Ihr wollt an das Original! Woher soll ich wissen, wo man das findet?
› Du hast keinen Schimmer.
› Ich kann es nicht, unmöglich!, heulte man nun beinah.
› Kennst du den Unterschied zwischen Bewegung und Stillstand?, fasste sich Colombo wie nebenbei unter den Mantel. › Na ja, du wirst es herausfinden.
Die Mündung seiner Mikrowellenpistole lugte hervor.
› Unlogisch, was Sie vorhaben!
› Nicht im Sinne dessen, worauf ich hinaus will.
Der Sicherungsbolzen klickte. Noch bevor man sich zur Flucht umgewendet hätte, wäre man gegrillt. Der Blick fiel auf das Regal und die Mah-Jongg-Schachtel darin.
› Eine Partie, das dürfte Ihnen gefallen, klatschte man abrupt in die Hände und lief hinüber zu dem Spiel. › Sie machen es sich nicht gerne leicht. Gewinnen Sie, drücken Sie ab; gewinne ich, gewähren Sie mir drei Tage Vorsprung und ich bringe alles zu Ende.
Die Augen offenbarten, wie die Idee auf den Zocker traf.
› Abgemacht.
Was hatte man sich dabei gedacht? Man kannte nicht einmal die Regeln, hatte keine Muße gehabt, Raouls Geschenk näher zu examinieren.
Es ist für vier Spieler gedacht – jeder musste also zwei übernehmen und das für seine Strategie mitbedenken.
Wir vereinbarten vier Runden auf dem Couchtisch. Er begann mit dem Ostwind.
› Nervös?, grinste er herablassend. › Mischt du die Ziegel?
Ich tat’s. 144 Steine, auch Ziegel genannt, offenbarte die Schachtel. Quersumme 9, also 3 mal 3. Wir spielten indes nur mit 136 davon, also die Standardvariante ohne die 8 Ziegel der Hauptfarbe. Dafür gab das die Quersumme 10, also wieder Malkuth. Er baute eine Mauer, ich machte es nach. Wir schoben sie zusammen zu einem Quadrat. Er erhielt 13 und 14 der Steine – wegen dem Ostwind –, ich 26. Die ersten Täfelchen gezogen, lies man sich von dem inspirieren, was er vorgab. Er lächelte, als er meinen krummen Rücken bemerkte, steckte sich die Pfeife an.
› Entweder hast du keinerlei Übung oder eine seltsame Taktik zur Hand. Auch einen Tabak?
› Nein danke. Likör?
› Warum nicht.
Schon lag man im Rückstand. Was bedeuten bloß all diese Zeichen? Das Kirschzeug vereinfachte nichts. Colombo stieg der Alkohol wenigstens in die Mimik. Sein Schachverstand aber entschied das Finale.
Wir mussten die nächste Runde auf Morgen vertagen.

19. Oktober. Zweite und dritte Runde.
› Streng dich an! Hätte sonst gleich abdrücken können.
Er hatte eine neue Flasche dabei. Mir die Beine schwer, er schielte ein wenig; trotzdem füllten wir die Gläser.
Auch die zweite Runde an ihn.

Konzentration. Wie nennt man einen kurzen Stock. Die Dinge nicht von sich trennen. Nicht mit und nicht ohne. So und nicht so. Sich von der Logik des links und rechts, oben und unten verabschieden. Sich im Raum mit Hilfe von Landschaftsmarkierungen, dem Berg Fluss Wald orientieren. Es so handhaben wie die Ureinwohner der Subkontinente, nicht egozentrisches cogito ergo sondern geozentrisches sum terra. Nicht mein Schritt ist es: die Umgebung gibt das Ziel vor, definiert den Raum und die Bewegung.
Es geht nicht darum, den Punkt zu machen. Es geht um dasbessere Bild, die Ästhetik des Zugs. Nicht was, sondern wie die Zeichen bedeuten – so kam man voran!
Die Züge dauerten noch länger. Denken und Saufen war kein Beschleunigungskatalysator. Trotzdem holte man auf; nun war er es, dem der Rücken sich krümmte. Ganz schön blass im Gesicht, schoss ihm einiges wieder hoch; zum Glück hatte man einen Eimer parat. Man goss nach, war über dem toten Punkt, hatte soviel im Blut von dem Zeug, dass es wie Benzin zu wirken begann; ein Funke und die Kolben kamen in Gang: Ich wurde schneller, gewitzter, verblüffte. Er verstand die Stoßrichtung nicht; höchstens als Umsetzung der Chaostheorie.
Die Dritte an mich und wir mussten uns wieder vertagen. Bis dahin das hier getippt.

20. Oktober. Letzte Runde. Über Nacht ist er geblieben diesmal, schlief gleich ein auf dem Sofa. Aber keinem von uns gelang die Ruhe am Stück. Ständig hörte man die Spülung. Wir beide zwei Kreisel, die immer wieder gepeitscht wurden; gelegentlich stießen wir zusammen und wurden gleich wieder auseinander geschleudert in unsere Ecken. Das gab blaue Flecken.
Man hat mehr Übung mit Kirsch, er aber ist der trainierte Spieler. Führt alles ins Feld, was ihm zur Verfügung steht, nimmt sich die nötige Zeit, bremst einen aus. Die Joker bereits alle verbraucht. Jeder Zug dauert Stunden. Er treibt mich in die Enge – seine Kombinationen sehen wertvoller aus. Es steht schlecht um mich.
Denkt er. Mit diesem letzten Zug hat er niemals gerechnet: Er hat nicht bedacht, dass ich einen seiner abgelegten Steine für meine Sache einsetzen kann.
Mah-Jongg! Ich lande im Ziel. Zwei gegen zwei in Runden gedacht – aber ein Punktsieg.
Er starrt auf das Brett. Jetzt, als es vorbei ist, erkennt er die Schönheit des Musters. Er lächelt. Zumindest sieht es danach aus – die Gesichtsmuskeln stehen nicht mehr unter seinem Kommando.
› Gut. Du kriegst die zehn. Zwei. Acht. Was hatten – hatten wir was ausgemacht? Was denn. Doch. Oder? Ja: sechs Tage. Die kriegst du. Sechs. Dann will. Will ich. Sehen will ich Ergebnisse. Von dir sehen.
Dies beinahe, als sei er froh, einen nicht töten zu müssen.

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